Ein Bericht mit Fotos von Jagd&Natur.
Am Sonntag, dem 12. April 2026, war es wieder soweit: Auf der Pferderennbahn Aarau (Schachen) fand zum wiederholten Mal der Nordwestschweizer Jagdhundetag statt, organisiert von JagdAargau, JagdBaselland und JagdZürich.
Da sich der Jagdhundetag an alle Interessierten aus der Bevölkerung wendet, war die Zusammensetzung des Publikums sehr vielfältig. Jägerinnen und Jäger, Hundehaltende, Jungjägerinnen und Jungjäger sowie ganze Familien erfreuten sich am spannenden, lehrreichen und gut organisierten Programm.
Viele Führerinnen und Führer von Jagdhunden reisten mit ihren vierbeinigen Familienmitgliedern an, um sie den Zuschauerinnen und Zuschauern zu präsentieren. Es war sehr eindrücklich, die verschiedenen Jagdhunderassen live zu erleben und direkt vergleichen zu können.
Das Wetter war während der Veranstaltung kühl und windig, was jedoch dem Erlebnis keinen Abbruch tat, da das Pubikum in diesem Jahr die Tribüne der Pferderennbahn nutzen und der Veranstaltung so im Trockenen beiwohnen konnte.
Nach der Begrüssung moderierte Sepp Sticher, der Verantwortliche für das Ausbildungs- und Prüfungswesen Jagdhunde im Kanton Aargau. Er stellte nacheinander die in der Schweiz geläufigen Jagdhunderassen vor. Mit seinem grossen Wissen und feinem Humor, sowie mit nachvollziehbaren, verständlichen Ausführungen, schaffte er es, die Anwesenden zu begeistern. Die Hundehalterinnen und -halter gingen mit ihren Bracken, Lauf-, Bau-, Schweiss-, Stöber-, Vorsteh- und Wasserhunde vor der Tribüne hin und her, so dass es auch den Vierbeinern nicht langweilig wurde. Dabei konnten Grösse, Habitus, Farbe und Haarkleid (kurz, lang, drahtig) der Hunde besonders gut erkannt und verglichen werden. Bei ähnlich aussehenden Rassen nannte Sepp Sticher Schlüsselmerkmale, die eine Unterscheidung möglich machten.
Nach dem Mittagsaser und einem geselligen Beisammensein fand das Highlight des Tages statt. Live wurden die vielfältigen jagdlichen Aufgaben der Hundegespanne demonstriert. Die Arbeit vor und nach dem Schuss, das Apportieren, das Vorstehen, den Gehorsam, das Sprengen und die Ausarbeitung einer Fährte mit «störender» Robosau (Foto oben). Zum Schluss zeigte ein Junghund seine erste Reaktion auf Schwarzwild. Dafür kam abermals die Robosau ins Spiel. Der Junghund versuchte die Sauenatrappe durch Laut geben auf die Läufe zu bringen. Sobald sich die Atrappe zum Junghund drehte, wich er geschickt aus. Alle Hunde arbeiteten mit viel Freude.
Eine solche Veranstaltung ist speziell für Jungjägerinnen und Jungjäger im Hinblick auf die anstehende Jagdprüfung, die jagdliche Praxis und den möglichen Kauf eines Jagdhundes sehr wertvoll. Deshalb ein herzlicher Waidmannsdank an die Organisatoren und alle Mitwirkenden. Der Aufwand hat sich gelohnt. Es war ein gelungener Tag, an dem auch neue jagdliche Kontakte geknüpft werden konnten!
Die Jagdhornbläsergruppe Hallwyl begleitete das Erlebte musikalisch.
Text: Anina Waldvogel & Anina Alings
Fotos: Nathalie Homberger, Jagd&Natur
